Ein kleiner pädagogischer Espresso für zwischendurch – kurz, stark und auf den Punkt.

Der Morgen läuft wieder nicht nach Plan.
Das Kind weint am Kassenband, rennt weg oder will den Pullover von gestern auf keinen Fall mehr anziehen.

52 kurze Kapitel – jedes für eine Kaffeepause – geben einen neuen Blick auf genau diese Momente.

Nur ein kleiner Perspektivwechsel, der manchmal alles verändert.
Kein Seminar. Kein erhobener Zeigefinger.

Und am Ende jedes Kapitels ein Gedanke to Go – kompakt genug für den Kühlschrank, wirksam genug für den Alltag.

Das Konzept hinter dem Buch:

52 Kapitel – aufgeteilt in vier Themenbereiche:

Alltagschaos - Wenn der Plan nicht aufgeht
Selbstständigkeit & Wachstum
Emotionen brodeln - Gefühle und Bindung
Familienleben - Werte und Rituale


Jedes Kapitel steht für sich – du kannst von vorne anfangen oder einfach dort einsteigen, wo dich gerade der Schuh drückt.

Am Ende jedes Kapitels wartet ein „Gedanke to Go" – ein Satz, der hängen bleibt. Für den Kühlschrank, für die Handtasche oder einfach für den nächsten schwierigen Moment.

Eine Leseprobe

3  Abschied in der Kita – fällt manchmal furchtbar schwer
Die Jacke ist ausgezogen, die Hausschuhe an den Füßen, der Rucksack hängt mit dem Vesper bereit.
Dein Kind ist bereit für einen schönen Kindergartentag. Dann kommt dieser Moment an der Tür.
Ein Blick zurück. Dann auf einmal ist die Unsicherheit da: ”Ich will nicht, dass du gehst.“
Manche Abschiede gehen leicht. Ein Winken, ein schneller Kuss und schon ist das Kind im Spiel.
An Tagen wie dieses ist aber alles anders.
Da wird geklammert, geweint und der Abschied immer weiter hinausgezögert.
Du spürst sofort: Heute wird es schwer. Viele Eltern kennen genau diese Momente und sie tun weh. Es tut weh, ein weinendes Kind zurückzulassen, obwohl man eigentlich weiß: Mein Kind fühlt sich hier von Herzen wohl.
Leise schleicht sich der Gedanke in deinen Kopf: Warum hat es gestern geklappt und heute nicht?
Abschiede haben weniger mit dem Kindergarten zu tun, als man denkt. Sie haben mit Verbindung zu tun. Kinder müssen sich innerlich lösen können.
Das gelingt nicht jeden Tag gleich gut.
Manchmal war der Morgen unruhig. Vielleicht gab es auch Streit und Anspannung. Manchmal ist das Bedürfnis nach Nähe einfach größer.
Und manchmal fällt Loslassen einfach schwer, ganz ohne erkennbaren Grund.
Ein Abschied wird nicht unbedingt leichter, wenn wir ihn immer weiter hinausziehen. Aber er wird klarer, wenn wir verlässlich sind und wenn wir für solche Tage ein kleines Ritual haben.
Ein immer gleicher Abschied.
”Ich gebe dir 3 Küsse. Einen für dein Herz, weil ich an dich denke. Einen für die Augen, weil wir uns schnell wiedersehen. Einen für den Mund, weil wir sagen: Tschüss, mach’s gut. Ich hab dich lieb.“

Ein Übergang von der Eltern-Verbindung in die Kita-Verbindungen hilft das Loslassen besser zu schaffen.
Ein Abschied, der nicht immer wieder neu verhandelt wird
.Nicht länger bleiben hilft, sondern klar bleiben.
Das gibt Sicherheit. Auch wenn Tränen dabei sind.
Denn ein Kind kann traurig sein und sich trotzdem sicher fühlen.

Ein Gedanke to Go:

Ein klarer, verlässlicher Abschied gibt oft mehr Halt als ein langer Abschied voller Unsicherheit auf Elternseite.

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